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Springender Rehbock

Haus Stapel, Münster/Havixbeck, zur Sense 11, 2012

Stadtwerke Münster, 2013

Rehbock im Gartenbereich

Polycarbonat gefüllt mit Einwegfeuerzeugen, LED-Leuchtmittel

Westfälische Nachrichten, 28.11.2012

Auf dem Wasserschloss „Haus Stapel" mischen sich die Zeiten. Die Vergangenheit ragt dort mit beeindruckender Architektur in die Gegenwart. Diente das Schloss gerade noch als Filmkulisse für Dominik Grafs Kinofilm „Die geliebten Schwestern", kehrt jetzt die Gegenwartskunst in Form der alljährlichen Ausstellungsreihe „Sense" ein. Wie in jedem Jahr erhält die Ausstellungsreihe, bei der die dort lebenden und arbeitenden Künstler ihre Ateliers öffnen, ihr besonderes Profil durch die Einladung von Gästen. Diesmal wurden Luzia-Maria Derks und – zum zweiten Mal – Doris Kastner dazu gebeten. Viele Münsteraner werden sich an die spektakuläre Installation von Derks 2008 in der Fahrradstation am Hauptbahnhof Münster erinnern, als sie Fahrradreflektoren zu einem Riesenmobile formte. Bei „Sense" überrascht sie mit einer Installation im Innenhof des Schlosses. Ein „Springendes Reh" aus Polycarbonat besetzt das Rondell. Die durchsichtige Form ist mit Einwegfeuerzeugen gefüllt und entwickelt, bei Dunkelheit beleuchtet, einen magischen Reiz.

Stadtwerke Münster, 05.12.2013

„Springender Rehbock" im Garten der Stadtwerke Münster

Künstlerin Luzia-Maria Derks präsentiert Lichtobjekt

Die Künstlerin Luzia-Maria Derks stellt ihr Kunst-Objekt „Springender Rehbock" im Innenhof des Stadtwerke-Gebäudes am Hafenplatz aus. Bereits im November 2012 hat dieser in der „zur Sense" im Rondell vor Haus Stapel in Havixbeck Kunstinteressierte angelockte. Das Kunstwerk strahlt dank integrierter LED-Technik gerade in der Dunkelheit bis zum angrenzenden Albersloher Weg.

„Alljährliche Waldbrände, u. a. verursacht von unachtsamen Rauchern, inspirierten mich die seit Jahren von mir gesammelten Einwegfeuerzeuge zu nutzen" kommentiert Luzia-Maria Derks den Einsatz von rund 500 Einwegfeuerzeugen als Innenleben des Rehbocks. Die lebensgroße Form des springenden Rehbocks hat sie aus den farbigen und transparenten Fundstücken gestaltet. Rund 500 Einwegfeuerzeuge wurden in den eigens dafür geschaffenen Körper aus klarem Polycarbonat geschichtet, die durch hintereinandergeschaltete LED-Leuchtmittel in der Rehsilhouette erstrahlen. „Bei der Umsetzung meiner künstlerischen Idee half mir mit großen Engagement Egon Kruse aus Emsdetten, ein Fachmann in Sachen Kunststoffverarbeitung und Formenbau", freut sich Derks.

„Er fügt sich perfekt in die kleine Gartenidylle im Innenhof des Stadtwerke-Gebäudes ein. Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen der Kunden und Mitarbeiter der Stadtwerke Münster", so Derks beim Aufbau ihrer Arbeit. „Warum ein Reh?", so die Frage an Frau Derks, „dem Reh, welches in der Mythologie indigener Völker als Krafttier Bedeutung zukommt, möchte ich einen Platz einräumen – Sinnbild der Liebe, für die es steht, vertreibt es die Dämonen der Angst durch Sanftmut und öffnet die Herzen".

Bis Ende März 2014 ist der Springende Rehbock im Garten der Stadtwerke zu sehen.

Luzia-Maria Derks ist den Münsteranern spätestens seit dem Arrangement ihrer „Katzenaugen" in der Radstation am Münsteraner Hauptbahnhof bekannt. Nach ihrem Studium an der Kunstakademie in Münster ist sie seit 1993 in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten.

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GGWN, Do. 16.01.2014, Rehbock sucht neues Revier